Die Zeit zwischen den Jahren ist immer eine gute Gelegenheit innezuhalten und zu schauen, was in diesem Jahr passiert ist. Und ich weiß nicht, wie 2025 zu dir war – aber mir hat es jede Menge Erfahrungen und Erkenntnisse gebracht. Manche waren schmerzhaft, denn ich durfte einige „liebgewonnene“ Gewohnheiten und Denkmuster hinterfragen und neu formulieren. Vieles war inspirierend und hat Raum geschaffen für Neues. Alles in allem bewege ich mich immer weiter aus der Komfortzone in eine Wachstumszone. Scary, isn’t it? Wirklich gruselig. Aber eben nur dort geht es voran.
Über das Jahr habe ich mir meine Learnings notiert. Teilweise sind sie schon in mein Business eingeflossen, weil sie mir gezeigt haben, worauf es wirklich ankommt und wobei ich andere Menschen, andere Solopreneure unterstützen. Anderes sind auch nur „gesammelte Lebensweisheiten“, Gedanken, die mir auf meinem Weg weitergeholfen haben.
Heute möchte ich sie – ganz unsortiert – mit dir teilen. Vielleicht findest du dich ja in dem ein oder anderen Gedanken wieder oder kannst für dich auch eine Inspiration mitnehmen.
Meine Erkenntnisse aus 2025
- Mach was du willst. Aber mach.
Ich hab immer zu viele Ideen und Pläne, an der Umsetzung scheitert es aber oft. Am Ende kommt es aber nur darauf an, was wir auch wirklich machen. Und sei es nur, dass wir einsehen, dass es so nicht funktioniert. Aber nur in der Planung festzustecken, bringt und nicht weiter. So ist „Klare Linie“ entstanden – damit Menschen auch wirklich ihre Ideen in die Tat umsetzen.
- Die Angst vor Fehler kann uns lähmen
Ich durfte dieses Jahr lernen: Ein Rückschlag bedeutet nicht zu scheitern. Es ist nur ein Hinweis, was ich verändern darf. Solange ich wieder aufstehe und weitermache, bin nicht gescheitert. Mehr Mut zum Ausprobieren!
- Eine der wichtigsten Skills für Selbständige: Frustrationstoleranz
Nach einem „Rückschlag“ eben nicht zu verzweifeln, sondern „Krone richten und weitermachen“. Nicht gleich die Brocken hinschmeißen, sondern die Erfahrung als Learning verbuchen und weiter ausprobieren. Leichter gesagt als getan? Ich weiß. Ich arbeite selbst noch dran. Aber es wird besser.
- Sei du selbst, alle andern gibt es schon
Dieser Grundgedanken ist schon länger bei mir – und bleibt. Nur wenn ich weiß wer ich bin und das auch so zeigen mag, können mich meine potenziellen Kunden auch wirklich verstehen und einschätzen, ob sie mit mir arbeiten möchten. Und nur wenn ich mich selbst dabei noch leiden kann, werde ich mich auch dauerhaft zeigen wollen. Sobald ich anfange, mich zu verbiegen, verliere ich am Marketing schnell die Lust.
- Es ist gut, wenn dich nicht jeder versteht.
Versuch es gar nicht. Es wird uns nicht jeder verstehen und auch nicht jeder mögen. Dieses Ziel treibt uns in den Wahnsinn.
- Echte Verbindungen zählen. Gerade auch als Solopreneur.
Wir denken als Soloselbständiger oft, dass wir alles mit uns selbst alleine ausmachen müssen. Ist aber gar nicht so – wir können das Netzwerk nutzen. Und auch ein leiser Mensch wie ich braucht Menschen um sich. Und sei es nur, um mal die Gedanken und Selbstzweifel laut auszusprechen, dann hört man schon selbst, welcher Teil daran „nur in unserem Kopf ist“.
- Dort, im Kopf, sitzt oft unserer größter Gegner. Eine kleine Stimme, die uns gerne merkwürdige Sachen einreden möchte. Das wir nicht gut genug sind. Dass wir was falsch machen. Oder falsch sind. Mein Innerer Kritiker heißt Knut Zweifelström. Und der kann echt Bullshit reden. Nicht immer drauf hören, Tanja!
- Flexibilität ersetzt Voraussicht.
Auch das durfte ich dieses Jahr lernen: Es ist wahrscheinlich, dass etwas Unwahrscheinliches passiert, wir können uns nicht auf alles vorbereiten. Es hilft, wenn wir flexibel reagieren können. Mut zur Lücke. Dazu gehört für mich der Gedanke an „Serendipity“ (Blogbeitrag dazu folgt) – zur rechten Zeit am rechten Ort zu sein. Gelegenheiten ergreifen. Auch wenn man nicht immer weiß, wohin das führt. Wenn ich auf meinen Lebenslauf zurückblicke, bin ich damit immer sehr gut gefahren 🙂
- Ist gibt nie einen perfekten Zeitpunkt um zu starten.
Oder noch schöner: Der beste Zeitpunkt zu starten, war gestern. Der zweitbeste: Heute. Morgen würdest du dir wünschen, gestern schon angefangen zu haben. Also. Los geht’s. Nicht auf den richtigen Moment warten.
- In der Bewegung liegt die Kraft.
Es ist wahrscheinlicher, dass du aus dem Handeln ins Fühlen kommst als das du aus dem Fühlen ins Handeln kommst
- Perfektionismus killt Kreativität
Ich mag den Ausspruch: Better done than perfect. Ich muss erst dafür sorgen, dass etwas existiert, damit ich es besser machen kann. Wenn ich nur in der Theorie plane, werde ich nie wissen, was auch wirklich funktioniert. So ist mein Prototyp-Angebot entstanden.
- Kleine Schritte gehen
Wir denken manchmal in zu großen Zielen und haben dann das Gefühl, dass wir das nie erreichen können. Aber runtergebrochen auf kleinere Einheiten wirkt das schon gar nicht mehr so bedrohlich. Und: Du hast nie das ganze Wissen, um eine komplett fundierte Entscheidung zu treffen. Auch hier: Mut zur Lücke.
- Schau mal hinter dich
Feiere die kleinen Erfolge. Jeden. Denn wir vergessen gerne, was wir schon erreicht haben. Gerade dann, wenn die Zielerreichung noch so weit weg scheint. Schau ab und an mal, was du schon geschafft hast!
- Kreativität ist der Schlüssel, um die Zukunft gestalten
Wenn wir (wieder) lernen, kreativ zu denken, können wir Herausforderungen besser meistern. Im Leben, im Beruf. Dinge zu sehen, die vorher nicht da waren, neue Verbindungen schaffen, Innovationen schaffen, um die Ecke denken, neue Wege gehen. Das werden wir noch eine ganze Weile der KI voraus haben. Deshalb sollten wir nicht aufhören, selbst zu denken, neu zu denken, weiter zu denken. Denn Kreativität ist ein Muskel, den man trainieren muss. Und ganz nebenbei macht das auch noch Spaß und bringt Flow.
Was gibt es Neues in 2026?
Und noch eine wichtige Erkenntnis aus diesem Jahr, die mich fürs neue Jahr inspiriert:
Ich werde es tun. Das mit der Kreativität auch ernsthaft angehen. Im nächsten Jahr möchte ich mir mehr Zeit für meine kreativen Projekte einplanen. Fürs Schreiben. Fürs Malen und Zeichen. Fürs Experimentieren. Die Ideen in meinem Kopf spielen sonst verrückt. Und das gibt auch immer wieder wunderbares neues „Futter“ für meine Creative Labs.
Deshalb gibt es ab Januar weniger Slots für die Mentoring-Projekte. Wer mich kennt, weiß, dass ich kein Fan von künstlicher Verknappung bin. In diesem Fall ist es eine echte Verknappung. Denn es gibt ja auch noch ein paar Langfristprojekte, die ich weiter begleiten möchte. So ein Tag hat ja auch nur 24 Stunden.
Deshalb werde ich in 2026 maximal eine/n neue/n Mentee für das Fokus Framework pro Monat onboarden, mehr schaff ich nicht. Also: Wenn du schon länger darüber nachgedacht hast, mit mir gemeinsam dein Business voranzubringen, nicht zögern, sondern gleich einen Call buchen!
Ach und übrigens: Falls du mehr über meine Kunstprojekte erfahren möchtest – folg mir doch gerne auf meinem neuen Instagram-Kanal (der ist noch frisch und kann ein paar Supporter vertragen
)
Ich freu mich auf 2026!