Kreativität und Lebensfreude

Ander(e)s kreativ - Tanja Bernsau im Gespräch mit Meike Key | Kreative Perspektiven #07

Meike Key bringt etwas auf den Punkt, das viele im Business verlernt haben:

Du musst nicht mehr wissen. Du musst dich wieder spüren.

Meike begleitet Menschen als Lebensfreude-Coach dabei, ihre Herzensprojekte umzusetzen. Und schon im Gespräch wird klar: Es geht bei ihr nicht um Strategie im klassischen Sinne. Es geht um Energie. Um Zugang. Um den Moment, in dem du wieder in Verbindung mit dir kommst.

Du trägst alles längst in dir

Viele, die ins Coaching kommen, haben kein Wissensproblem. Sie sind reflektiert, sie haben viel gelesen, viel gedacht, viel analysiert. Und trotzdem stehen sie still. Warum? Weil das Entscheidende oft überlagert ist: von Erwartungen,
von Zweifeln, von einem Alltag, der keinen Raum lässt. Meike beschreibt ihre Arbeit deshalb nicht als „etwas hinzufügen“, sondern als Freilegen.

Ein Impuls.
Eine Frage.
Ein Perspektivwechsel.

Und plötzlich löst sich etwas. Weil etwas wieder sichtbar wird, das schon lange da war.

Vom Träumen ins Tun

Ein zentraler Gedanke ihrer Arbeit ist der Übergang:

Träumen allein reicht nicht.

Erst im Tun entsteht Klarheit. Erst im Tun zeigt sich, ob etwas wirklich deins ist.  Viele bleiben zu lange in der Vorbereitung. Sie planen, denken durch, optimieren – und verlieren dabei die eigentliche Energie. Meike geht einen anderen Weg. Sie ermutigt dazu, loszugehen, auch wenn noch nicht alles perfekt ist. Gerade dann.

Denn der Weg entsteht beim Gehen. Und oft zeigt sich erst unterwegs, was wirklich passt – oder eben nicht.

Kreativität ist kein Tool, sondern ein Zustand

 
Im Gespräch wird deutlich: Kreativität hat weniger mit Methoden zu tun, als viele glauben. Sie entsteht nicht durch mehr Struktur. Sondern durch weniger Kontrolle. Meike beschreibt drei Wege, wie du wieder in diesen Zustand kommst:
  • Schreiben, um Gedanken aus dem Kopf ins Herz zu bringen

  • Stille, um überhaupt wieder etwas hören zu können

  • Einfaches Tun, ohne Anspruch auf Perfektion

 

Was dabei auffällt: Es geht nie darum, etwas „richtig“ zu machen. Sondern darum, Raum zu schaffen. Raum, in dem dein Unterbewusstsein arbeiten kann. Raum, in dem Ideen überhaupt auftauchen dürfen.

Warum dein Kopf oft im Weg steht

Ein spannender Punkt im Gespräch: Die besten Ideen entstehen selten am Schreibtisch. Sondern dann, wenn du gerade nicht aktiv suchst. Beim Spazierengehen. Beim Beobachten. In Momenten, in denen dein Kopf leiser wird. Genau dann beginnt etwas anderes zu sprechen: dein Bauchgefühl, deine Intuition. Und hier liegt ein entscheidender Unterschied: Du kannst Kreativität nicht erzwingen. Aber du kannst Bedingungen schaffen, in denen sie entsteht.

Dein Weg darf anders aussehen

Ein Thema, das sich durch das ganze Gespräch zieht, ist Vertrauen. Vertrauen darin, dass dein Weg richtig ist – auch wenn er nicht der Norm entspricht. Viele orientieren sich an Blaupausen, an Strategien, an „so macht man das“. Doch genau das kann dich von deiner eigenen Spur abbringen. Meike formuliert es sehr klar: Dein Business darf dein eigener Ausdruck sein.

Das bedeutet auch: Du wirst Dinge ausprobieren, die nicht funktionieren. Du wirst Umwege gehen. Aber genau darin entsteht dein Stil.

Intuition statt Perfektion

Der vielleicht wichtigste Impuls aus dem Gespräch ist kein konkreter Tipp, sondern eine Haltung:

Vertraue den kleinen Impulsen.

Diese leisen Ideen, die oft sofort wieder wegargumentiert werden. Dieses Gefühl von „Das könnte richtig sein“. Genau dort beginnt Kreativität. Nicht in der perfekten Planung. Sondern in dem Moment, in dem du dir erlaubst, dieser Spur zu folgen.

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