… und zurück..
Als ich mit den Podcast-Gesprächen zu „Kreative Perspektiven“ gestartet bin, war es genau diese Frage, die mich umgetrieben hat: Was ist eigentlichen Kreativität? Und was bedeutet das für mein Business? Vor kurzem habe ich das schon mal in einem Blogbeitrag (Kreativität: So viel mehr als bunte Bilder) thematisiert – und mit jedem Gespräch wird es mir noch mal deutlicher.
Es ist eben sehr viel mehr, als einfach „nur“ künstlerisch tätig zu werden (no offense, liebe Künstler, ich habe die größte Hochachtung vor jeglicher künstlerischer Betätigung). Kreativ zu sein geht aber weit darüber hinaus.
Wie sehe ich Kreativität?
Für mich gibt es zwei Arten von Kreativität: eine nach innen gewandte und eine nach außen gewandte. Beide bedingen einander und stellen einen Kreislauf darf. Beide zusammen führen dazu, dass wir uns selbstwirksam erleben und proaktiv unser Leben, unser Business, unsere Beziehungen gestalten. Was meine ich damit?
Die nach innen gewandte Kreativität – nennen wir sie endokreativ – ist die eher intuitive, künstlerische Form, die wir erleben, wenn wir malen, zeichnen, schreiben – unsere Hände benutzen. Charakteristisch ist der Flowzustand, den wir dabei erreichen können, der uns auch ein Stückweit weg von unserem Alltagshustle führt. Wir kommen raus aus dem Kopf, rein in die Intuition. Spüren wieder unsere Emotionen und haben Zugang zu unserem Innenleben, unserem Unterbewusstsein, entdecke unsere inneren Stärken und Antriebe. Diese Form der Kreativität braucht oft einen Impuls von außen. Eine Inspiration in Form eines Bildes, das wir nachmalen wollen, einer Kreativübung, die wir sehen. Ein kleiner Schubser ist dafür nötig, ein kleiner Funke, der dieses Feuer der Gestaltungskraft in uns entfacht und uns ins Tun bringt.
Das Produkt dieser Flow-Tätigkeit ist dann gar nicht so relevant. Vielleicht mag ich dieses Bild an die Wand hängen, vielleicht ist etwas „Brauchbares“ beim Gestalten herausgekommen. Zentral ist jedoch der Prozess der Gestaltung. Das entspannende Gefühl des Flows, wenn die Gedanken förmlich abgeschaltet sind und wieder fließen können. Wenn wir erleben, dass wir mit unserer eigener Hände Arbeit etwas zustande bringen können – vor allem in Bereichen, in denen wir nicht täglich agieren. Wenn wir lernen, dass Fehler nicht das Ende bedeuten. Dass wir experimentieren dürfen, um das innere Bild, das wir haben, auch in ein physisches Ergebnis bringen können. Dass wir uns mit Materialien, Formen, Farben, Elementen austoben dürfen, auch wenn der erste Entwurf schief und krumm ist. Wenn wir erleben, wie lohnenswert es ist, dranzubleiben. Wenn wir spielerisch zu dem Ergebnis kommen, was wir in unserer Vorstellung hatten – oder auch sich auf dem Weg ein neues Bild ergibt, dass uns noch besser gefällt als das ursprünglich Vorgestellte.
All das schafft ein Gefühl von Selbstwirksamkeit. Wir können gestalten. Und das können wir auch auf andere Bereiche übertragen.
Das führt mich dann auch zu der zweiten Form der Kreativität. Ich nenne sie exokreativ, eine angewandte Form der Kreativität. Hierbei nutze ich meine inneren Antriebe für die Gestaltung im Außen. Der Funke kommt also aus mir selbst, aus dem was ich zum Beispiel durch die endokreative Betätigung erfahren habe. Ich übertrage nun das Gefühl der Selbstwirksamkeit auch auf Bereiche meines Lebens oder meines Businesses und nutze meine Gestaltungskraft. Hier ist auch das Ergebnis wichtig -das Business soll ja funktionieren. Meine Gestaltung kann dann auch sehr vielfältig sein. Von der Ausarbeitung meines Angebots, wie ich mein Marketing einsetzen möchte, wie ich meine Zielgruppe anspreche, all das kann auf sehr unterschiedliche Wege geschehen. Der Fantasie sind keine Grenzen gesetzt. Das gibt uns die Möglichkeit, ungewöhnliche, ganz eigene Wege zu wählen, was auch auf die Positionierung einzahlt. Auch geht es um den Umgang mit Herausforderungen: Gehe ich nach Schema F vor? Gut, solange es funktioniert. Und wenn nicht? Besser, wenn ich kreative Lösungswege finden kann.
Kreativer Kreislauf
Es ist also ein Kreislauf, von innen nach außen und auch wieder zurück. Mit Impulsen von außen starte ich meine kreativ-künstlerischen Aktivitäten, um den Flowzustand zu erleben, um zu entspannen und resilienter zu werden. Und nutze gleichzeitig die hier gemachten Erfahrungen, um die Kreativ-Power auch mit ins Außen zu nehmen, um meine Ideen auch in die Tat umzusetzen. Und kann die hier gewonnenen Inspirationen dann auch wieder in die intuitive, nach innen gewandte Kreativität mitnehmen. Ein Kreislauf, der uns stärken wird, resilienter und zukunftsfähig(er) macht. Und das schönste daran: es macht auch noch Spaß!
Im März gibt es gleich zwei Gelegenheiten, bei denen du einen Impuls für deine Kreativität bekommen kannst, um Flow zu erleben und auch die Umsetzung anzustoßen – ich freu mich auf dich!