
Perfektionismus fühlt sich oft wie ein hoher Anspruch an – tatsächlich ist er oft nur eine schicke Tarnung für Prokrastination. Du überlegst stundenlang, wie du einen LinkedIn-Post noch besser machen kannst oder feilst ewig an der perfekten Nachricht für potenzielle Kunden? Am Ende postest du gar nicht oder schreibst niemanden an – und wunderst dich dann, warum nichts passiert. Zeit, aus dieser Perfektionismus-Falle auszubrechen!
Hand aufs Herz: Wie oft hast du dir schon gesagt „Das muss perfekt sein, sonst kann ich es nicht veröffentlichen“?
Beim Content-Marketing und der Kundengewinnung sehe ich es immer wieder:
Und dann kommt die große Ernüchterung: „LinkedIn bringt nichts. Niemand interessiert sich für meine Inhalte. Kundengewinnung ist harte Arbeit.“
Ja, genau – wenn du es so betreibst, dann bringt es auch nichts.
Warum machen wir das? Warum verzetteln wir uns so sehr mit Details, statt einfach loszulegen?
Perfektionismus hat oft wenig mit „hohen Ansprüchen“ zu tun – und viel mit Angst:
🔹 Die Angst vor Ablehnung: „Was, wenn mein Beitrag nicht gut genug ist?“
🔹 Die Angst vor Kritik: „Was, wenn jemand meinen Post doof findet?“
🔹 Die Angst vor dem ersten Schritt: „Was, wenn ich in den DMs etwas falsch formuliere?“
Die harte Wahrheit: Kein einzelner Post macht oder zerstört dein Business. Genauso wenig wie eine einzige Nachricht über Erfolg oder Misserfolg entscheidet.
Content-Marketing wirkt nicht durch einen perfekten Beitrag, sondern durch die Summe deiner Beiträge. Kundengewinnung funktioniert nicht durch eine makellose Nachricht, sondern durch den Mut, viele Gespräche zu starten.
Wenn du deinen Post oder deine Nachricht zurückhältst, weil sie noch nicht „perfekt“ ist – was heißt das eigentlich?
❓ Perfekt für wen? Es gibt keine offizielle „Perfektionismus-Polizei“, die über die Qualität deines Posts urteilt.
❓ Perfekt nach welchen Maßstäben? Wer sagt, dass ein bestimmtes Wording oder eine bestimmte Struktur „richtig“ ist?
❓ Perfekt wofür? Selbst wenn ein Post makellos formuliert ist – wenn ihn niemand liest oder er nicht resoniert, hat er dann seinen Zweck erfüllt?
Die Wahrheit ist: Perfektion gibt es nicht.
Das Einzige, was zählt, ist die Wirkung, die dein Beitrag auf deine Leser hat – und die kann er nur entfalten, wenn du ihn auch veröffentlichst.
Denn am Ende entscheidet sowieso dein Publikum, was es gut findet – nicht du. Und das kann es nur tun, wenn du es ihnen zeigst.
Statt also darauf zu warten, dass dein Post oder deine Nachricht perfekt ist, probier mal einen neuen Glaubenssatz aus:
Was kannst du also tun, um aus dieser Perfektionismus-Falle herauszukommen?
✅ Setze dir ein Zeitlimit: 30 Minuten für einen Post, nicht mehr. Danach veröffentlichen – egal, ob du 100 % zufrieden bist oder nicht.
✅ Lass es „gut genug“ sein: Dein erster Entwurf ist oft besser als du denkst.
✅ Fokus auf die Menge, nicht die Perfektion: Lieber 10 gute Beiträge als einen, der nie veröffentlicht wird.
✅ Teste statt zu zweifeln: Wenn ein Post nicht gut ankommt – na und? Dann probierst du einfach den nächsten.
Und bei den LinkedIn-Nachrichten? Mach es dir leicht: Schreib so, als würdest du einem Bekannten eine kurze, lockere Nachricht schicken. Ohne Perfektionsdruck.
Erfolg kommt durch Umsetzung, nicht durch Perfektion
Die erfolgreichsten Solopreneure auf LinkedIn sind nicht die, die „perfekten“ Content liefern – sondern die, die dranbleiben. Der größte Fehler, den du machen kannst, ist gar nichts zu tun.
Deshalb: Veröffentliche den Post. Schreib die Nachricht. Komm ins Handeln. Auch wenn es nicht „perfekt“ ist. Dann ist es nämlich genau perfekt 🙂